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Blog Über 100 Kässpätzle-Testberichte von Ingeborg

Über 100 Kässpätzle-Testberichte von Ingeborg

Thomas Venugopal
Donnerstag, den 19. Januar 2012 um 18:06 Uhr von Thomas Venugopal
Hmmm, Kässpätzle! Hmmm, Kässpätzle! welt.de

Über brezel.me bin ich auf einen Blog aufmerksam geworden: "Kässpätzle-Testesser - Von Käsespätzle bis Kasnockn". Dort schreibt Ingeborg regelmäßig über das Testen von Kässpätzle. Und da ich auch (eher amateurhaft) Kässpätzle-Tester bin, habe ich ein kleines Interview mit ihr geführt.

Auf ihrem Blog serviert die vegetarische Kässpätzle-Testerin witzige und eloquente Testberichte mit ansprechenden Bilder, so dass man sofort Hunger bekommt! Von Viskosität und Zubereitungszeit ist die Rede. Dabei begrenzt sie sich nicht nur auf Stuttgart oder gar den Stuttgarter Kessel, nein da werden Wandertouren unternommen und gezielt Spätzle gegessen. Über 100 Testberichte sind im Blog bereits zu finden, darunter sind einige unter Stuttgart verbucht, wie zum Beispiel von der Alten Kanzlei oder dem Kochenbas.

Hallo Ingeborg, jetzt habe ich einige Fragen an dich. Ich hab's versucht kurz zu halten, du darfst aber natürlich gerne plaudern.

Vor wieviel Jahren hast du angefangen vegetarisch zu Essen und aus welchen Motiven hast du dich dazu entschieden?

Ich stamme aus einer Familie mit bäuerlichen Wurzel und einer langen Tradition der Hausschlachtung. Doch irgendwann hat mein Körper rebelliert. Fleischkonsum führte zu anaphylaktischen Schocks. Seit ich zum Vegetarismus konvertiert bin, muss man mich nicht mehr nach jedem Mittagessen in die stabile Seitenlage oder gar in die Notaufnahme bringen. Mein Leben ist daher in den letzten 25 Jahren sehr viel entspannter geworden.

Man muss sich ja oft rechtfertigen bei den Veggidiskussionen. Also: Aus welchen Gründen bist du trotzdem kein Veganer?

Ich muss mich niemals rechtfertigen - und diskutieren lass ich die anderen. Oftmals sind meine Mitesser eher erstaunt oder gar neidisch, weil die Speisen auf meinem Teller so viel farbenfroher, vielseitiger und ideenreicher sind als ihre eigenen Gerichte. Als Veganer könnte ich keine Kässpätzle Essen – herrje, das ginge ja gar nicht! Ich liebe Käse in seiner ganzen Vielfalt und Eier, wenn sie nicht nach Fischmehl und Klaustrophobie schmecken. Und ich möchte nicht nur Leinenschuhe und Gummistiefel tragen.

Aber ich achte und schätze konsequent vegane Ansätze wie die von „Gut-zum-Leben“, die so friedfertigen Landbau betreiben, dass sie nicht mal Gülle auf ihren Feldern ausbringen. Ihre Produkte sind unschlagbar gut!

Ok, du hast da also einen Kässpätzleblog und testest Kässpätzle. Nimmst du dir das dann vor oder kannst du einfach nichts anderes bestellen?

Kulinarik gehört zu meinen Lieblingshobbies, doch mein Blick auf eine Speisekarte ist ja per se schon ein selektiver. Wenn man gerne deftig isst, bleibt dann – vor allem im süddeutschen Raum – oft nur noch das Spätzle übrig.

Und ja: manche Touren und Ausflüge sind richtiggehende Wallfahrten zu bestimmten Lokalen mit dem Zweck des Kässpätzle-Tests. Ich bekomme so viele Tipps und Empfehlungen und Einladungen, dass ich unmöglich das Gasthaus XYZ besuchen kann, um dann dort einen schnöden Salatteller zu bestellen.

Wie lange gibt es schon deinen Blog und wie kamst du überhaupt auf die Idee deine Kässpätzle-Exkursionen festzuhalten?

Wie alles begann: im Sommer 2009 bin ich mit 7 mir vorher unbekannten Personen 16 Tage lang durch 4 deutsche und 1 luxemburger Mittelgebirge gewandert. Das war eine sehr inspirierende Mischung aus Dschungelcamp, Ultramarathon und interkultureller Dialog.

Unterwegs habe ich etwas ungelenk, aber nachträglich sehr erfolgreich meinen ersten Blog gestartet (man muss bedenken, dass meine Generation eher mit dem Schreibblock aufgewachsen ist). Nebenbei wurden dabei auch die besten Kässpätzle nördlich des Neckars gesichtet und dokumentiert.

Das war die Geburtsstunde. Nach meiner Rückkehr habe ich im Oktober 2009 - quasi als Auskopplung und als weitere Fingerübung – den Kässpätzle-Blog gestartet

Kannst du überhaupt noch Kässpätzle Essen, ohne spitzfindig zu werden, oder kannst du auch "abschalten".

Als Professionelle bin ich immer „im Dienst“ und stehe immer unter Strom.

Bei so vielen Kässpätzle fragt man sich natürlich wie viele du davon schon gegessen hast? Waren es über tausend? (Dann könnten wir eine schöne Bild-Headline über den Artikel setzen)

Tja, gottseidank bin ich kein Erbsenzähler. Und die Spätzle sind so flutschig, dass ich beim Zählen immer wieder abrutsche. In meinem Kässpätzle-Blog drifte ich jetzt auf den hundertsten Eintrag zu. Daraus eine Headline zu basteln, ist jetzt Dein Job. Danke!

Abschließend natürlich die wichtigste Frage: Wo hast du auswärts bisher die besten Kässpätzle gegessen?

Im Allgäu und im österreichischen Vorarlberg.

Danke Ingeborg, dass du dir die Zeit für die Fragen genommen hast. Dann noch viel Spaß beim Weitertesten und wir werden deinen Blog im Blick behalten.

Kässpätzle-Tester Blog

Thomas Venugopal

Thomas Venugopal

Neben meinem Unternehmen getimo productions betreibe ich zusammen mit zwei Freunden die Plattform kesselfieber.de. Und beides macht noch immer jeden Tag Spaß!

Website: getimo-productions.de

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