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Blog Nächster Fleischskandal - 6 Tipps zum Umgang

Nächster Fleischskandal - 6 Tipps zum Umgang

kesselfieber
Donnerstag, den 09. Februar 2012 um 18:24 Uhr von kesselfieber
Am besten: Ursprungsanalyse und keine Symptombekämpfung Am besten: Ursprungsanalyse und keine Symptombekämpfung

Der letzte Fleischskandal ist erst rum, da kommt schon der nächste um die Ecke. Bei einem vom STERN initiierten Test fanden die Tester in jedem vierten Schweinefleisch Antibiotika-resistente Darmbakterien. kesselfieber zeigt dir, worauf du achten solltest.

Warum sind diese Erreger überhaupt gefährlich?

Vorab: wer die Keime in sich trägt, muss nicht automatisch krank werden. Für Kinder, Ältere oder allgemein Menschen mit schwachem Immunsystem allerdings kann das gefährlich werden. In (ganz) einfachen Worten ausgedrückt handelt sich bei ESBL um ein Enzym, dass von mutierten coli-Bakterien erzeugt wird. Diese Enzyme können Antibiotika außer Kraft setzen, wenn sie in den menschlichen Darm gelangen und sich dort mit anderen Bakterien verbinden. Das Ganze ist natürlich noch komplizierter, aber für das Verständnis sollte das ausreichen.

Kann man jetzt überhaupt noch Fleisch Essen?

Bekannt ist ja, dass die meisten Keime beim Kochen/Braten abgetötet werden. Gefährlich ist hier eher die Verbreitung bei der Zubereitung des Fleisches. Wenn also mit dem gleichen Messer verschiedene Zutaten verarbeitet werden oder schlichtweg das rohe Fleisch in Berührung mit der Haut kommt. Hier geben wir euch Tipps, wie ihr dennoch auf der sicheren Seite seid:

  1. Das Fleisch sollte so im Kühlfach gelagert werden, dass kein Tropfwasser an die anderen Lebensmittel gelangt (z.B Gemüse, das roh verarbeitet wird)
  2. Schweinfleisch und Geflügel sollte immer gut durchgebraten werden. Geflügel sollte nie rosa sein und der Fleischsaft des Schweinefleisches sollte klar sein.
  3. Wie oben schon erwähnt, sollte man stets mit verschiedenen Messern die verschiedenen Zutaten zubereiten (Fleisch/Gemüse). Das gleiche gilt für die Schneidebretter - die sollten gründlich abgeputzt werden.
  4. Ordentlich Hände waschen oder sogar Handschuhe dazu anziehen.
  5. Küchentücher werden meist zu lange verwendet, aber nach ca. 3 Tagen sollten die in die Wäsche
  6. Fleischreste sollten am besten direkt in die Hausmülltonne wandern.

"Ich kaufe aber nur Bio-Fleisch"

Auch Tiere aus Bio-Haltung bekommen Antibiotika, allerdings unter viel strengeren Auflagen. Da die Tiere ein besseres Immunsystem haben, erkranken diese auch weniger und müssen somit weniger Medikamente einnehmen. Und dadurch sinkt die Gefahr, dass sie Antibiotika-resistente Bakterien entwickeln. Die Gefahr ist hier also viel geringer. Dafür zahlt man dann natürlich etwas mehr.

Fazit: Wer unbedingt jeden Tag sein Fleisch "braucht", sollte unbedingt die Hygieneregeln verinnerlichen. Am besten ist es aber Bio-Fleisch zu kaufen oder schlichtweg weniger Fleisch zu Essen.

kesselfieber

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Wir sind das kesselfieber Team. Bestehend aus Thomas Venugopal, Marius Lehnert und Philipp Schneider. Wir lieben Stuttgart!

Website: kesselfieber.de

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