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Die Jungs vom Rocker 33 haben Unglaubliches geleistet. Innerhalb von vier Tagen sind sie aus der alten Bahnhofsdirektion im H7 in das alte Filmhaus (ehemals Bett) umgezogen. Auf Grund des Zeitdrucks musste neben dem Auszug aus dem H7 gleichzeitig in die neue Location eingezogen werden, welche wiederum zum gleichen Zeitpunkt auch noch renoviert werden musste.
Gestern noch zum ersten Mal geschafft, für nur eine Stunde im Rocker vorbeizuschauen und wirklich danach nach Hause zu gehen. Im Augenwinkel sah ich, wie Security-Teams bestimmte Gänge des H7 abgeschirmt haben, um Hausbesetzungen vorzubeugen. Und dann ist da noch das Wetter, wer hat da noch Bock draußen rumzuhocken, womöglich auf dem Dach der alten Bahndirektion, wo der Wind einem Stuttgart 21 aus dem Kopf pfeift? Das "System" scheint nicht so leicht abzulenken zu sein, die begutachten zu dieser Stunde die Bäume, die umgepflanzt werden sollen.
Gerade schießen aus allen möglichen Nachrichtenkanälen wieder die Meldungen über das Rocker 33, die Röhre und natürlich das H7 an sich - sie alle müssen dem Projekt Stuttgart 21 weichen. Darüber hinaus aber auch der Landespavillon und der Z-Club. Zu den Wagenhallen konnte ich noch keine definitive Aussage finden. Doch was kommt danach?
Eigentlich hätte man sich lange innerlich darauf vorbereiten können, aber jetzt trifft es einen doch recht unvorbereitet, da ziemlich kurzfristig: Das Rocker 33 schließt seine Tore, wahrscheinlich schon zu Jahresende. Das dieser Zeitpunkt kommen wird, war seit Eröffnung des Clubs klar, es war nur eine Frage der Zeit. Aber es stimmt mich ein wenig traurig, habe ich mir doch so manche Nacht (und auch so manchen Tag – man erinnere sich an die Fußball-WM oder die Sommerevents) um die Ohren geschlagen und bin des Morgens mal fertig, mal voll am Ar… und ab und an auch schwer lädiert wieder rausgewankt. Ja, mit dem Rocker verschwindet auch ein Stück Geschichte meiner Jugend im Nirvana. Aber bestimmt geraten die dort gefeierten Events niemals in Vergessenheit – es sei denn, man konnte sich bereits am Morgen danach schon nicht mehr gescheit daran erinnern.
Ganz kommentarlos möchten wir einfach mal dieses Video in die Runde werfen. Wie man erkennen kann, ist das Material von fluegel.tv und laut Webseite am 24.10.2011 aufgenommen worden. Also vor ca. 7 Wochen.
Die Geschichte hatte mit der Ankündigung des Teilabrisses der alten Bahnhofsdirektion angefangen. Und nun geht es weiter. Nicht nur die Netzgemeinde wird via Facebook (offizielle Unterstützer-Seite) und andere Medien mobilisiert, jetzt richtet man sich, wie man auf dem Bild erkennen kann, auch an die Öffentlichkeit. Aber noch mehr:
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