Stuttgart - von Blog zu Blog

Stuttgarter schreiben, was sie bewegt und belebt.

Locations vergleichen

Veröffentlicht von: kesselfieber

kesselfieber

Man möchte thailändisch Essen gehen, aber nicht jede Location einzeln aufrufen um dann zum nächsten zu navigieren etc. Das kann eine langwierige Angelegenheit werden. Daher haben wir die neue Funktion "Vergleichen" eingeführt. Man könnte das jetzt umständlich mit vielen Worten beschreiben oder man schaut einfach kurz das Video :)

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Neues Logo für Stuttgart - die Abstimmung

Veröffentlicht von: kesselfieber

kesselfieber



Vor einigen Wochen wurde von der Berliner Agentur Embassy ein Logo für die Region Stuttgart entworfen. Harsche Kritik kam auf , die auch in der Stuttgarter Zeitung. Aktuell läuft bei den Kollegen von kessel.tv eine Abstimmung für ein neues Logo für Stuttgart. Der getimo hat dort auch ein Logo eingesandt ("getimo productions"). Votet doch für euren Liebling, die Abstimmung geht bis Montag.


Nach 3 Monaten

Veröffentlicht von: Thomas Venugopal

Thomas Venugopal

kesselfieber.de ist jetzt genau 3 Monate online. Für uns (Marius, Philipp und Thomas) ist es Zeit zu schauen, was so passiert ist. Unser Ziel war es, dass man neue Locations (Restaurants, Bars, Cafes, Clubs, Imbisse) in Stuttgart findet und sich ein gutes Bild davon machen kann, bevor man hingeht. Zunächst mal ein paar Zahlen:

  • über 35.000 Besucher
  • über 200.000 Seitenaufrufe
  • über 175 eingetragene Location
  • über 600 Bewertungen
  • über 280 registrierte Mitglieder
  • über 4000 Event-Tipps im System
  • über kesselfieber wurde in verschiedenen Medien berichtet (ganz vorne: Stuttgarter Nachrichten, Good News, subculture, kessel.tv, brezel.me)
In der Zeit haben wir so einigen Leuten freien Eintritt in ihre Lieblingsclubs beschert, Freikarten für Festivals verlost und auf diverse Gästelisten gesetzt. Dazu kommen Soulcards, mit denen man günstigere Angebote im Raum Stuttgart bekommt und auch CDs, die von Stuttgartern für Stuttgarter gemacht wurden. 

Unser Ziel ist es, euch noch mehr Abwechslung in der Wechselstube, neue Kategorien für die Locations und natürlich auch neue Funktionen für die Webseite selbst zu bieten. Wir haben noch so viele Ideen, wir wissen gar nicht, wie wir das in unserer Freizeit alles umsetzen sollen. Unser Antrieb aber ist, dass Menschen kesselfieber nutzen und auch den Nutzen sehen. Solange das gewährt ist, machen wir weiter :)

Vielen Dank an alle, die mitmachen, etwas beigetragen haben und kesselfieber nutzen, um eine coole Location zu finden, auf die sie gerade Lust haben! Drei Monate ist wirklich sehr kurz, aber für diese Zeitspanne haben wir bisher mehr erreicht, als erhofft.

Euer kesselfieber-Team
Marius, Philipp und Thomas


Freikarten en masse!

Veröffentlicht von: kesselfieber

kesselfieber

Freikarten Diese Woche gibt es einiges an Freikarten zu verteilen. Fangen wir gleich mal an:


Bleibt nur noch zu sagen. Viel Spaß und so!


Kurtis Blow im Beat!Club - 2 x 2 Tickets ergattern

Veröffentlicht von: kesselfieber

kesselfieber

Kurtis Blow Wie ihr an die Tickets kommt, erfahrt ihr auf unserer Facebook-Seite. Ihr müsste lediglich dieses Bild als Profilbild verwenden und auf unserer Facebook-Seite einen Eintrag hinterlassen - schon macht ihr bei der Verlosung mit! Break it up, break it up, break it uuuuup!

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Samstag, 21.08.10 Someone Else @ Romy S., Stuttgart

Veröffentlicht von: benztownpatze

benztownpatze

Samstag, 21. August 2010

Someone Else (Foundsound / Berlin)

Eric Walker (Phoenix Records / Stuttgart) 

Romy S., Stuttgart, Beginn: 23:00 Uhr

 

Witzig, es gibt eine Pfälzer Coverband die Someone Else heißt. Die Selbstbeschreibung klingt durchaus verlocken: „Rock, Pop, Soul, Funk, Punk, Hard Rock und Rock'n'Roll und vor allem jeder Menge Spaß jede noch so verschlafene Bude in Stimmung!“ Aber hallöchen, da bleiben wir doch lieber bei unserem Someone Else, der ebenfalls in jede noch so verschlafene Bude Stimmung reinbringt. Aber halt nicht mit „fetziger Partymusik der letzten drei Jahrzehnte“, sonder mit astreinem Minimal-Techno. Egal wo. Kanada, Mexiko, Brasilien, Argentinien, England oder eben in der Romy. 

 

Dieser Tourplan ist kein Wunder: Die Veröffentlichungen von Someone Else auf unzähligen Labels sind essentieller Bestandteil eines jeden ausgewogenen Minimal-Sets. Gemeinsam mit dem Ami-Berliner Jay Haze hat der aus Philadelphia stammende und heute in Berlin lebende Künstler bereits 1998 das angesagte Label Tuning Spork ins Leben gerufen. Heutzutage kümmert sich Sean aber hauptsächlich um seine eigenen Babys Foundsound und UnFoundsound Records, die er mit seiner Freundin und ebenfalls renommierten Künstlerin Miskate gegründet hat und die es mittlerweile auch auf knapp 50 Releases bringen. Sean und Miskate haben auch in der Vergangenheit einige Koop-Releases an den Start gebracht. 

 

Neben seinen zahlreichen Singles und Remixen fand Someone Else vor allem mit seiner Veröffentlichung seines Debütalbums „Pen Caps And Colored Pencils“ breiteres Gehör. Hierauf vereint der Soundforscher von experimentellen Listening-Stücken bis clubkompatiblen Floorburner alle Facetten minimalistischer Klangerzeugung und wurde dafür in den Himmel gelobt („Ein Album, dass die beste Seite von Minimal zeigt, nämlich die Konzentration auf höchst unwahrscheinliche Sounds, die dennoch einen höchst kompakten Groove ergeben“, schrieb z.B. die De-Bug). 

 

Kompakter Groove ist auch das Motto, nachdem Someone Else  immer noch produziert, wie man auf zahlreichen aktuellen Vös hören kann. Knackig, klar, präsente Kick-Drum, so mag man ihn, auch in der Romy, wo es in dieser Nacht wieder ganz schön kratzig und staubig wird. Da hilft nur viel Trinken, um nicht vor lauter Tanzhunger um zu fallen. 

 

www.foundsoundrecords.com  

www.myspace.com/47584071


Freitag, 20.08.10 Humpty Night @ Romy S., Stuttgart

Veröffentlicht von: benztownpatze

benztownpatze

Freitag, 20. August 2010

Humpty Night 

Daniel Benavente (Humpty / Stuttgart) 

Oli Hauf (Humpty / Stuttgart) 

Romy S., Stuttgart, Beginn: 23:00 Uhr

 

Die Endstation ist leider auf Welttournee (oder wo auch immer), aber wir haben würdigen Ersatz gefunden, und zwar zwei DJs, die sich schon länger mit Techno beschäftigen als alle Endstation-DJs gemeinsam alt sind ;) und zwei absolut coole, sympathisch-kauzige Typen obendrauf.

 

Daniel Benavente und Oliver Hauf schmeißen nicht nur den heutigen Abend mit all ihrem umfangreichen Techno-Wissen, das sie in den letzten 20 Jahren gesammelt haben, wovon ihre erlesene Plattenauswahl zeugen wird, sondern sind seit vielen Jahren unter der Woche ein Duo. Gemeinsam schmeißen sie den Humptys Plattenladen, mittlerweile im H7 mit Blick auf den HBF residierend. 

 

Beide haben abseits des Plattenladens viel für die lokale Techno-Szene getan. Benavente hat einst die legendäre Clubreihe Neue Heimat inszeniert und bevorzugt Acts aus UK nach Stuttgart gebracht, die man zuvor nicht im Kessel bzw. aufm Pragsattel gehört hat. Außerdem ist er der Gründer der Labels Mutter und Neue Heimat Rec. Und hat auch schon selbst Platten veröffentlicht.

 

Oliver Hauf hingegen ist Mitbegründer der Eventreihe Liquepheel Industries, die sich funkigen Techno-House mit Detroit-Referenzen auf die Fahnen geschrieben haben. Sowohl Benavente und Hauf stehen für puristischen, schnörkellosen Techno fernab jeglicher Trends und legen freilich, wie es sich für Plattenladenbesitzer gehört, mit Schallplatten auf. 


Urkundenfälscher und Ewiggestrige

Veröffentlicht von: Dora

Dora

So mir nichts dir nichts geh ich müßig durch die Tübinger Straße, da springt mir mal wieder ein Schaufenster ins Auge. Das Flair kommt mir bekannt vor, erinnert mich an das Institut für Buchverwitterung in der Jakobstraße (siehe Artikel). Hier also bekommt man alles, um verwitterte Bücher herzustellen: Staubige Tintenpatronen, vergilbtes Papier und Schreibmaschinen jeder Generation. Die halbwegs lebendige Begrünung lässt darauf schließen, dass der Laden trotz des „seit Jahren Pleite und vergessen“-Looks immer noch die Türen für Kunden öffnet.

Ein Blick in die tiefen des Ladens lässt erkennen dass die Schaufensterdeko konsequent in der Inneneinrichtung fortgesetzt wird. Welches Typus Kunde frequentiert diesen Laden? Antiquierte Autoren historischer Romane? Buchhalter der alten Schule? Röhrenmonitorfetischisten? Vielleicht sind es Urkundenfälscher die nur hier die Utensilien ihres Handwerks finden. Sollte ich eines Tages ein authentisches Arbeitszeugnis von 1983 fälschen wollen, hier würde ich alles dafür finden. Vielleicht befindet sich im Keller des Ladens ein großes Lager mit leerem Briefpapier lokaler Unternehmen aus den letzten Jahrzehnten? Flaschenweiße Jahrgangsgilb, kellergelagert und ein Humidor für historische Stempelkissen? Vielleicht gibt’s dort sogar noch Hektorgraphen. Wie gerne erinnere ich mich an den Lösungsmittelrausch meiner Schulzeit. Die Generation Kopierer weiß da gar nicht was sie verpasst hat. Ich schweife ab …

Eines Tages werd ich mich über die Schwelle trauen. Vielleicht schaff ich mir dann endlich mal eine Schreibmaschine an auf der ich offline bloggen kann.

(Geschrieben für brezel.me)


Stehen oder Sitzen?

Veröffentlicht von: Dora

Dora

Unlängst gesehen im Galao in der Tübinger Straße:


Steh- oder Sitzpinkler? Die große Fragen in mischgeschlechtlichen Toiletten. Hier hat die Emanzipation voll und ganz zugeschlagen, auch wenn mir der eine oder andere Mann noch ein „Stand up for your rights“ entgegenschmettert. Ich wollte mal schauen, wie weit der Wandel vorangeschritten ist und habe eine der letzten Männerdomänen infiltriert: Die Herrentoilette. Ich war schockiert. Sogar Pissoirs sind hier bestuhlt. Da fehlen mit jetzt die Worte.

Zuvor erschienen auf brezel.me


Wachgedroht

Veröffentlicht von: Dora

Dora

Stuttgart21 ist das Beste, was uns Stuttgartern je passieren konnte. Verwegene These, bedenkt man, dass ausgerechnet ich sie hier mal in den Raum stelle. Ich hol mal aus:

Vor nicht all zu langer Zeit galt Stuttgart für viele als dröge Provinzstadt: Kehrwoche, Häuslesbauer und alle schwäbischen Klischees. Den Blödsinn kann ich nicht mehr hören, in anderen Städten nennt man die Idioten halt anders. Das Schlimmste an Stuttgart aus meiner Sicht war jedoch das bescheidene Selbstwertgefühl. Manche haben sich ja regelrecht für ihre Heimatstadt entschuldigt. Oder sind in überzogenen Trotzpatriotismus geflohen und haben Fernsehtürme auf Omadeckchen gestickt die dann so aussahen wie das pseudoironische Spießerzeug, dass es in Berlin schon fünf Jahre vorher gab, mit Berliner Fernsehturm halt. Apropos Fernsehturm: Wir waren die ersten! Das war auch mal mit dem deutschen HipHop so. War. Trends wurden seit dem hier weniger gesetzt. Jetzt haben wir aber etwas, was die anderen nicht haben: Stuttgart21! Oder besser noch: Die Androhung von Stuttgart21.

Kaum versucht eine Bande aus Politikern und Unternehmern mittels Bahnhofsvergrabung unter dem Deckmäntelchen der Stadtentwicklung und allgemeiner Zukunft eine Menge Geld und Bagger durch die Gegend zu schicken erwacht auch schon, was lange in der Tiefe der Stuttgarter Seele geschlummert hat. Nach jahrelangem tatenlosen Zuschauen, wie Immobilienfritzen wie Rudi Häussler eine Bausünde nach der anderen in die Stadt geklatscht haben entdecken wir Stuttgarter endlich etwas total ungeahntes: Unsere Stadt! Die ist nicht nur dazu da, den Daimlerangestellten ein Dach über dem Kopf zu bieten. Nein,  sie ist unser Lebensraum. Wir leben hier eigentlich schon, wohnen ja nicht nur.

Bislang hat man darauf vertraut, dass die Jungs im Rathaus das schon wuppen. Doch damit scheint für viele Schluss zu sein. Als plötzlich klar wurde, dass Stuttgart21 nicht nur eine feuchte Investorenphantasie war sondern blutiger Ernst, als der erste Bagger im Geleit von 800 Polizisten zum Bahnhof fuhr und ein Bauzaun errichtet wurde, da sind wir aufgewacht. Anstelle der üblich paar Tausend Montagsdemonstranten an die man sich schon gewöhnt hatte gehen jetzt jede Woche Zehntausende auf die Straße. Und das nicht nur einmal die Woche. Jeden Tag um 19 Uhr herrscht Lärm in der ganzen Stadt, Künstler haben den Bahnhof als Performancebühne entdeckt, der Bauzaun ist die längste Freiluftgalerie weit und breit geworden.

Ein tiefer Spalt geht durch die Stadt: Die Befürworter von S21, die der Bahn und der Regierung zutrauen, das Projekt zum Wohle der Stadt durchzuführen und die Gegner, die nach unzähligen Mauscheleien und gebrochenen Versprechen das Vertrauen verloren haben. Die Gegner kann man ganz leicht erkennen: Aufkleber und Buttons sind überall zu sehen. Ein gemeinsames Gefühl sich für die Stadt einzusetzen entsteht auf allen Seiten und etwas wundersames geschieht: Die Stadt wird wahrgenommen. Wir kämpfen um sie und ihre Zukunft, diskutieren, informieren und engagieren uns. Identität entsteht. Wir sind Stuttgarter. Keiner muss sich dafür schämen. Das ganze Land schaut auf uns und ist verwundert, dass ausgerechnet die Schwaben zu so etwas in der Lage sind. Wir sind wieder wer!

Ich möchte meine eingangs ketzerisch formulierte These relativieren: Die Androhung von Stuttgart21 ist das Beste, was uns je passieren konnte. Von der Durchführung kann ich das nicht behaupten. Sollte der Bahnhof vergraben werden wird es trotzdem noch viel zu kämpfen geben. Die Stadt wird sich wandeln, neue Räume entstehen. Wir werden diesmal nicht mehr zulassen, dass Investoren anstelle von Bürgern der Zukunft ein Gesicht geben. Wir sind erwacht und lassen uns nicht mehr verarschen. Nie war ich so froh, eine Stuttgarterin zu sein


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